Aufwertungsprojekt Trafostation
– Aufwertung der Trafostation in Rüthi – aus grauer Infrastruktur wird ein Biodiversitätshotspot –
Die Trafostation der Elektra Rüthi wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Verein Natur z’Rüthi ökologisch aufgewertet. Aus einer zuvor artenarmen und wenig attraktiven Fläche entstand ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen – ein kleines Naturrefugium mitten in Rüthi.

Die Trafostation vor der Aufwertung: Eine öde tote Fläche ohne jeglichen ökologischen Nutzen.
Mit viel Engagement und zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden setzten Mitglieder des Vereins Natur z’Rüthi gemeinsam mit Weber Naturgarten verschiedene Massnahmen zur Förderung der Biodiversität um. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch den Naturstromfonds Ostschweiz und den ANJF, welche gezielt ökologische Aufwertungen in der Region fördern.
Vielfältige Lebensräume für Flora und Fauna
Auf der gesamten Fläche wurde im Frühling 2025 eine Blumenwiese angesät. Diese wird sich in den kommenden Monaten weiterentwickeln und voraussichtlich ab 2026 erstmals ihre ganze Blütenpracht entfalten. Sie bietet künftig Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten und andere Kleintiere.
Ein grosser Steinhaufen wurde so angelegt, dass er teilweise in den Boden reicht. Dadurch entstehen geschützte Rückzugsorte, die auch im Winter von verschiedenen Tierarten genutzt werden können.

Die Fläche nach der ökologischen Aufwertung: Das Leben ist zurückgekehrt
Zusätzlich wurden mehrere Wurzelstöcke auf der Fläche platziert. Sie schaffen wertvolle Strukturen für Insekten, Käfer und weitere Kleintiere und tragen zur natürlichen Vielfalt bei.
Mit diesem Projekt wollten wir zeigen, dass selbst kleine und unscheinbare Flächen einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten können. Besonders schön ist zu sehen, dass die ersten Feldsperlinge die Nisthilfen bereits angenommen haben und auch Stare auf der Fläche beobachtet werden konnten. Das zeigt uns, dass sich der Einsatz lohnt. / Björn Schneider, Projektleiter Natur z’Rüthi
Ebenfalls entstanden zwei Benjeshecken, welche zahlreichen Tierarten Schutz und Lebensraum bieten. Zwischen den Hecken und dem Steinhaufen wurde zudem eine Wildhecke mit einheimischen Sträuchern gepflanzt. Diese dient künftig als Nahrungsquelle und geschützter Lebensraum für Vögel und andere Tiere.
Erste Erfolge bereits sichtbar
Auch verschiedene Nisthilfen wurden bereits am Gebäude angebracht. Besonders erfreulich ist, dass erste Feldsperlinge die neuen Nistmöglichkeiten bereits angenommen haben. Zudem konnten auf der aufgewerteten Fläche bereits Stare beobachtet werden – ein schönes Zeichen dafür, dass die neu geschaffenen Lebensräume genutzt werden.
Information für die Bevölkerung
Damit Spaziergängerinnen und Spaziergänger mehr über das Projekt erfahren können, wurde beim Trafohaus zusätzlich eine Informationstafel montiert. Diese informiert über die umgesetzten Massnahmen sowie über die beteiligten Organisationen und Unterstützer.
Mit diesem Projekt zeigt die Trafostation in Rüthi beispielhaft, welches Potenzial selbst kleine Infrastrukturflächen für die Förderung der Biodiversität besitzen. Aus einer unscheinbaren Fläche entstand ein wertvoller Lebensraum, der sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln und entfalten wird.
Hast auch du Interesse an der Natur und würdest gerne bei unserem Verein mitmachen?
Nachfolgend einige Bilder des Projektes:




















